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Musterlösung Soku 7 (Europa) |
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Geschrieben von Longi
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Sonntag, 5. Februar 2006 |
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Seite 3 von 4 5. Beschreiben Sie, was der „Europäische Binnenmarkt“ bedeutet und diskutieren Sie, welche Vorteile, aber auch welche neuen Herausforderungen seine Errichtung für den Einzelnen und für die Wirtschaft insgesamt in Deutschland gebracht hat bzw. im Zuge der Osterweiterung noch bringen wird. Die Liberalisierung des Marktes führt zu einer größeren Transparenz in Europa, welche wiederum positive Auswirkungen auf die Vielfalt der Auswahl an Gütern und Dienstleistungen, auf die Qualität der Produkte sowie auf die Preise haben wird. Der europäische Verbraucher wird beispielsweise auf eine große Palette an Produkten zurückgreifen können. Diese größere Auswahl bezieht sich vor allem auf weit verbreitete und genormte Konsumgüter mit mittlerer und langer Lebensdauer (wie Gebrauchselektronik, Haushaltswaren und Kleidungsstücke...). Zusätzlich zu den Vorteilen einer Vielzahl von Produkten unterschiedlichster Herkunft ist mit einem größeren Schutz der Gesundheit und Sicherheit des Verbrauchers zu rechnen. Zu diesem Zwecke sehen die Rechtsvorschriften der Gemeinschaft vor, dass die Hersteller ausschließlich sichere Produkte auf den Markt bringen dürfen. Die Erzeugnisse werden heute in der Tat immer mehr unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit und der Qualität der Materialien und nicht zuletzt auch nach den Umweltbedürfnissen beurteilt. Die Fähigkeit, die Verbraucher zufriedenzustellen, ist nicht das Ergebnis der notwendigen Bemühungen der Unternehmen um Wettbewerbsfähigkeit, sondern vor allem auch einer Anpassung an die immer strengeren europäischen Vorschriften hinsichtlich der Qualität der Produkte. Auch der Wirtschaft werden aus dem Binnenmarkt große Vorteile erwachsen, aber solche Gewinne bleiben ja nicht in den Kassen der Unternehmen stecken. Wenn die Milliardenkosten für Grenzformalitäten beim Export und Import entfallen, wenn Produkte nicht mehr für verschiedene Märkte kostenaufwendig in verschiedenen Ausführungen hergestellt werden müssen, wenn die enormen Entwicklungskosten für neue Produkte sich auf größere Stückzahlen verteilen, dann führt das ja auch zu günstigeren Preisen und zu vielfältigerem Angebot für die Verbraucher. Außerdem kann auch der größere Wettbewerb im Binnenmarkt zu Preissenkungen führen. Jedoch können Vorteile für den einen, Nachteile für den anderen bringen. Innerhalb der EU wird der Wettbewerb für manche Unternehmen und manche Regionen schärfer werden. Andererseits: Wenn in Randregionen des Binnenmarktes neue Industriestandorte entstehen, Verkehrsnetze ausgebaut werden, die Kaufkraft wächst, so bedeutet das ja auch neue Aufträge für unsere exportstarke Industrie und damit den Erhalt von Arbeitsplätzen. Die Freiheit der Arbeitsplatzwahl im Binnenmarkt bringt natürlich auch Wettbewerb auf unseren Arbeitsmarkt. Damit es in krisenbedrohten Branchen nicht zu unzumutbaren Schwierigkeiten kommt, hat die EU den Mitgliedstaaten Übergangsfristen eingeräumt. So soll beispielsweise in der deutschen Baubranche durch das sogenannte Entsende-Gesetz sichergestellt werden, daß EU-Ausländer nur zu den bei uns geltenden Mindestlöhnen beschäftigt werden. |
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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 13. Juni 2006 )
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