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1. Fachseminar E-Technik in Dresden PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von waate   
Freitag, 24. Oktober 2008

Zusammenfassung 1. Fachseminar in Dresden

Da wir die ersten waren, die als zukünftige Techniker der Elektrotechnik in Dresden waren, habe ich mir gedacht, dass eine kleine Zusammenfassung nicht schaden könnte.

Also werde ich hier mal kurz ausführen, wie es ablief und was in Dresden gefordert ist – und vor allem, was die Teilnehmer des 1. FS (13.10. - 24.10.2008) dann im 2. FS erwartet. Ich habe hier auch einige Buchempfehlungen aus Dresden aufgenommen.

Es ist natürlich nur ein subjektiver Eindruck und eine Garantie für die Angaben kann ich nicht geben!!!

Manches hängt vom Lehrer ab, anderes wird an der Schule generell auf eine bestimmte Art und Weise gehandhabt.


Zunächst an alle, die am 1. FS in Dresden vom 13. - 24.10.2008 dabei waren.

Beim 2. FS erwartet uns (evtl. zusätzlich zu den im ILS-Plan angegebenen Arbeiten):

Hier nur ein grober Überblick, die genauen Themen sind bei Bedarf bei mir via PN zu erfragen:


Physik:
Vorklausur im 2. FS  Begriffe und Formeln für Arbeit, Leistung, Energie sollten sitzen.
Außerdem die Formeln für Kinematik (Translation und entsprechende Variante für Rotation)

 

BWLT:

gleich in der 1. BWLT-Stunde des 2. FS eine Klausur.
Im 3. FS wird es auch eine Fachabschlussklausur geben.

Selbst erstellt Formelsammlungen dürfen verwendet werden. Ich wollte eine Formelsammlung anfangen und ins Forum stellen – wenn ich es schaffe, vielleicht können andere dann ergänzen/weiter machen.


Rechts und Sozialkunde:
Vertrag steht an: Kaufvertrag, Werksvertrag, Arbeitsvertrag

E-Technik:
In 1. Stunde im 2. FS: Klausur, außerdem wird Fach wahrscheinlich abgeschlossen (dafür BWLT auch im 3. FS)
Sitzen sollte bis 2. FS:
magnet. Feld, magnet. Grundgrößen, WS (Augenblickswerte von Sinus-Größen, RC, XL, XC und Themen vom 1. FS und Klausur. Komplexes Rechnen ist gefragt!
Matrix aufstellen (nicht unbedingt lösen)

Achtung! ET wird voraussichtlich im 2. FS abgeschlossen, dafür gibt es im 3. FS dann noch BWL da BWL Prüfungsfach ist!!


Buchempfehlung von Hr. Simon:
Bauckholt, Heinz-Josef; Grundlagen und Bauelemente der Elektrotechnik; München-Wien: Hanser-Verlag. Die ISBN-Nummer, die uns genannt wurde, scheint aber nicht zustimmen. Herausgefunden habe ich diese: ISBN-10: 3-446-41257-3 momentan (10/2008) gibt es eine 6. Auflage von 2007.

Da ich eh auf Bücher "Stehe", habe ich das dann doch mal besorg: macht für meinen Geschmack einen aufgeräumten Eindruck, jede Seite ist zweispaltig: linke spalte erklärungen, rechte Spalte dazu die Formeln und /oder Übungen.
Auf komplizierte Formeln wird weitestgehend verzichtet - es wird alles auf Ohm und Kirchhoff zurückgeführt. scheint mir recht praxisbezogen zu sein.


Messtechnik:
Test in 1. MT-Stunde des 2. FS:

Sitzen sollte bis 2. FS:
ILS-Hefte bis Oszilloskop (Trigger, Trigger-Ereignis, Kopplschutz, Fehlerberechnung)

Themen für 2. FS sind dann wohl:
  • Wurst-Käse ;-)
  • WS-Meßbrücken (s. Arbeitsblatt, darf verwendet werden)
  • Kenngrößen periodischer Funktionen, arith. (linearer) Mittelwert,Gleichrichtwert, Effektivwert, Formfaktor, Scheitelwertfaktor.

FAK Messtechnik wird geschrieben!!!!


Elektronik:
Buchempfehlung Elektronik:
Federau, Joachim : Operationsverstärker, Lehr- und Arbeitsbuch, Vieweg Verlag
ISBN 10: 3834801836 oder
ISBN 13: 978-3834801838

Vor allem die Kapitel Verstärker, Addierer, Subtrahierer, Komperatoren
sollten bekannt sein.
ansonsten: Transistorschaltungen hoch und runter, vorwärts und rückwärts

Mathe:
Differentialrechnung (Ableitungen, Produktregel, Kettenregel, Kurvendiskussion)
Integralrechnung (Integ. v. Potenzfunktionen, Flächenberechnung – keine Herleitungen oder Beweise!!)
komplexe Zahlen, Umrechnung zw. Verschiedenen Darstellungsformen (nur auf Wunsch der E-Technik-Lehrer, kein Prüfungsthema)

Zum Unterricht in den einzelnen Fächern des 1. FS:


Deutsch:
Es wurde eine Vorklausur geschrieben, dabei waren keine Hilfsmittel erlaubt. Für die Abschlussklausur durften dann die dort erhaltenen und selbst mit geschriebenen Aufzeichnungen verwendet werden. Schwerpkt. war die Projektarbeit und Argumentieren.
Endlich mal praxisorientiertes Deutsch und nicht die 1000ste Analyse eines 200 Jahre alten Textes!!


Englisch:
In der Abschlussklausur dürfen die Mitschriften und alle Bücher/Unterlagen/Hilfen (außer elektronische) verwendet werden. Es wurde außerdem eine Vorklausur geschrieben, alle Unterlagen waren auch hier erlaubt. Frau Eichler scheint mir in Englisch wirklich fit zu sein, die Frau spielt geradezu mit Sprache (unterrichtet sonst auch Deutsch – aber nicht bei uns).

Wichtig ist die „Word-Order“ also die Stellung der Worte, nachdem uns das dort nochmal erklärt wurde, weiß ich jetzt auch erst, warum das wichtig ist. Zeiten spielen natürlich auch eine Rolle, allerdings klammert sich Frau Eichler nicht nur an eine mögliche Version sondern läßt auch andere Varianten gelten, wenn das umgangssprachlich in GB/UK so üblich ist. Bestimmte Vokabeln sind nicht nötig, wenn es für eine Sache mehrere Wörter gibt, können diese gern verwendet werden (was mir bei Paul Jones unmöglich schien)

BWLT

Im 1. FS erfolgte keine Klausur. Beispiele zur Materialwirtschaft durchgesprochen. (Lagerkosten, Lagerzins, ABC-Teile, xyz-Teile u.ä.)

Mathematik:
Vergesst“ erstmal alles komplizierte – es geht zumindest im 1. FS um Grundlagen:
Binomische Formeln, Wurzelgesetze, Vereinfachung von Wurzeln, Brüchen, Klammern.
Eigentlich richtig, vieles meint man zu kennen – und kann es doch nicht. Dabei helfen diese Grundlagen schon viel weiter. Es wurde zu diesen Themen auch ein Test geschrieben. Der Taschenrechner ist dabei fast unnötig, es ging wirklich darum, zu erkennen, wie ich eine Wurzel im Nenner weg bekomme, was Binome sind und ähnliches.

E-Technik/Etec:

Macht die Hefte vom ILS aber beißt Euch nicht die Zähne daran aus bzw. steckt nicht zu viel Zeit da rein. Was in Dresden lt. Aussage der dortigen Lehrer zählt („...es wird allgemein an der Schule so gehandhabt“ - sinngemäß) sind die Grundlagen:
ohmsches Gesetzt, Knotenpunktsatz und Maschensatz, Zählpfeilsystem. Darauf werden alle Probleme zurückgeführt – ich schätze mal, dass es der Techniker-Praxis auch am nächsten kommt. Nach aussage aus Dresden sind die Etec-Hefte fachlich prinzipiell nicht schlecht – aber ca. 2 Nummern zu hoch und für Techniker unnötig kompliziert.
Also für gute Vornote sorgen und Hefte nicht zu ernst nehmen – bis auf die erwähnten Grundlagen.


Elektronik/Giel:
Siehe dazu E-Technik: Kirchhoff Gesetze. Es wird nicht groß die Theorie erklärt sondern gleich in die „Praxis“ gegangen: Berechnungen von Transistor-Schaltungen: immer und immer wieder. Etwas Verhältnisrechnung (Spannungsteiler, Aufteilung von Spannungen an Widerständen) kann hier nicht schaden. Dummerweise ging es in den Stunden bei Frau Schmidt nur darum, Formeln von der Tafel abzuschreiben. Ihre motivierenden Worte zu Beginn der 1. Stunde:
Wie ich sie durch die Prüfung bringen soll weiß ich auch noch nicht“

 

In den Klausuren kommen angeblich nur Berechnungen dran – also überfliegt in den Giel-Heften die grobe Funktionsweise und das Geschehen im Halbleiter und kümmert Euch um die Berechnungen der Emitter-, Basis- und Kollektorschaltung usw. Schwerpunkt ist an der Schule wohl der OPV (Giel 3)
Formelsammlungen (auch selbst erstellte) sind zugelassen.

Messtechnik:
Hr. Simon (wie E-Technik) Schön, wenn man weiß, wie ein Meßgerät funktioniert – wichtig ist es in Dresden aber eher nicht. Man soll im Ernstfall das richtige Meßgerät für den richtigen Zweck wählen können aber keins bauen. Auf irgendwelche Beschreibungen von Bimetalle-Meßwerken oder Kreuzspul.... usw. wird verzichtet

Physik:
Schwerpunkt sind die Kidy-Hefte. Auf Opti wird kein großer Wert gelegt

Technische Kommunikation:
Macht Euch in Excel mit den Wenn-Funktionen und dem Sverweis vertraut!!
Wer etwas fit in Excell ist, dürfte im 1. FS keine Probleme haben.

Chemie/Werkstofftechnik:
Wurde im 1. FS abgeschlossen.
Die ILS-Hefte werden vorausgesetzt, bei uns war ein Großteil der Fragen in der Fachabschlussklausur aus dem Chem 1 Heft. In Dresden selbst geht es fast ausschließlich um Werkstoffprüfung – darüber ging es dann zu gut 50% auch in der Abschlussklausur.
Ein Teil war ohne unterlagen zu beantworten – dabei ging es um einen Teil der Aufgaben zur Selbstüberprüfung aus dem Chem 1 Heft sowie Wsto 5 – 7.
Im 2. Teil waren eigene Unterlagen zugelassen – auch die Unterrrichtsmitschriften.

Tipp: schön viel, möglichst alles mitschreiben!!

 

Regelungs- und Steuertechnik:
Etwas SPS zum warm werden, meiner Ansicht nach erstmal Grundlagen, auch wenn man nichts mit SPS zu tun hat, sollte man damit klar kommen, wenn man die ILS-Hefte mal durchblättert. (Schema Steuerung, Bit, Byte, Wort, Doppelwort, FUP, AWL, Merker)

Zusammenarbeit und Führung:
Schwerpunkte waren Motivation und Führungsstile.

Sozial und Rechtskunde:
BGB: öffentliches Recht – privates Recht,Rechtsfähigkeit, Vertragsrecht

Allgemeines:


Der Unterricht begann 7.15 Uhr, spätestens 9.15 Uhr und endete frühestens 16.25 Uhr, spätestens 18.00 Uhr. Bei uns wurde 90 min am Stück unterrichtet.
Bei mir war am Abend nicht mehr groß ans Lernen zu denken.

Einige Lehrer stellten uns die Entscheidung frei, eine Vorklausur im 1. oder im 2. FS zu schreiben. Wir entschieden uns dafür, diese im 2. FS zu schreiben. Aus jetziger Sicht war das meiner Meinung nach ein Fehler! Schaut man sich die Pläne für die einzelnen Fachseminare an, so sieht man, dass im 2. und 3. FS sowieso schon viele Arbeiten geschrieben werden – und wir haben uns jetzt mindestens 1 Arbeit mehr „besorgt“.

Wenn dies wirklich jemand lesen sollte, so würde ich empfehlen, sich auf die Fächer des 1. FS so vorzubereiten, dass dort schon eine kleine Klausur erledigt werden kann – alles was im 1. FS erledigt werden kann, muss im 2. FS – das sowieso schon vollgepackt ist – nicht mehr erledigt werden. Wir hatten zu Beginn des 1. FS allerdings nicht mal einen Stundenplan.

Mein Fazit:

Ob die im 1. FS geschriebenen Klausuren und Abschlussprüfungen zu schaffen sind, kann ich (noch) nicht beurteilen, da wir zum größten Teil noch keine Noten bekommen haben.

Für alle, die an Paul Jones verzweifeln: der 1. Test in Englisch viel ca. 2 Noten besser aus, als Arbeiten bei P.J.
Die Lehrer scheinen mir (vor allem ET, Elektronik) recht praxisnah orientiert zu sein: es wird vereinfacht und vernachlässigt und möglichst auf Grundlagen zurückgeführt (s.o.)

Oft unterschätzt und doch am wichtigsten: die Grundlagen!
Ich habe leider auch einige Grundlagen in den ILS-Heften überblättert nach dem Motto: bekomme ich schon aus den Tabellenbüchern wieder hin, kenne ich ja noch ein wenig, lieber mehr Zeit für das „Komplizierte“. In Klausuren kann aber die Zeit ganz schön knapp werden und das „Komplizierte“ - z.B. die Feldtheorie – scheint in der Praxis nicht so wirklich zu interessieren.

Wer in den Grundlagen fit ist, scheint mir schon recht gute Chancen auf einen guten Abschluss zu haben.

Kommentare (3)add
... : jana
kopiert........
15 September, 2011
... : golfer1
Vielen , vielen Dank !!!
Das hilft mir super weiter , Klasse

golfer1
21 Februar, 2010
... : 0815biker
Vielen Dank für diese umfangreiche Erläuterung des Ablaufs vom 1.FS!
Du hast vielen Mitstreitern die Hoffnung neu aufgebaut, die schon am verzweifeln waren.
Meinen Hut ziehe ich vor allem für waate, der sich die Mühe gemacht hat, und mal eine Grobübersicht hier eingeschrieben hat! ( Die meisten wissen, wie lang man für so einen Text braucht)

Biker
21 August, 2009
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Letzte Aktualisierung ( Samstag, 1. November 2008 )
 
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