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Seite 3 von 5 2. Beschreiben Sie Johannes soziale Position. Johannes spiegelt Friedrichs schreckliche Vergangenheit und vom Unheil geprägte Zukunft wieder. Johannes besitzt weder eine sprachliche noch soziale Identität. Je selbstbewusster Friedrich dargestellt wird, desto armseliger erscheint Johannes. Auch der Leser nimmt Johannes zunächst nur am Rande wahr, er wird nur beiläufig erwähnt. Erläuterungen: Auch wenn „Ähnlichkeiten nichts beweisen wollen“ (S. 8, Z. 29), so entsteht dennoch der Eindruck auf den Leser, das Johannes der verleugnete Sohn des Oheims von Friedrich ist. Er wächst verleugnet vom Vater in ärmlichen Verhältnissen auf, dem „zu Hause das schlechteste genug sein musste. (S. 15, Z. 33). Er hat unter den ständigen Machtübergriffen durch Friedrich zu leiden. Zwar ist er Friedrich Schützling, wird aber mehr wie ein Sklave gehalten. Auf der Hochzeit zeigt sich das besonders deutlich. Er wird „gebieterisch gerufen“ (S. 15, Z. 12), später dann „Lumpenhund“ genannt und von ein „paar derben Maulschellen getroffen“ (S. 15, Z. 39). Verschüchtert und geplagt von Selbstzweifeln führt er ein beschwerliches Leben. Dazu kommt, dass er von allen nur herablassend Johannes Niemand genannt wird, was auf seine unbekannte Herkunft zurückführt. Abgeschieden und verschüchtert, lebt er in seiner eigenen Welt weshalb er auch sehr wenig spricht. Äußerlich haben Johannes und Friedrich eine sehr große Ähnlichkeit, dieses lässt auf die nahe Verwandtschaft schließen: „Der Knabe erschien ihr wie zusammengeschrumpft, auch seine Kleider waren nicht dieselben, nein, das war ihr Kind nicht! und dennoch - . "Friedrich, Friedrich!" rief sie. (S. 7, Z. 14) Während Friedrich als Dorfschönling gilt und gerne „umher stolziert wie ein Hahn… und sein Recht als erster Elegant geltend macht“ (S. 15, Z. 8), nimmt Johannes die Rolle des Niemands ein. So bilden sie schließlich ein Ganzes. In der Geschichte spielt dies eine so große Rolle, dass sie am Ende sogar kurzzeitig zu einer Person verschmelzen, als Friedrich, „…als Johannes Niemand erkannt und selbst bestätigt, daß er derselbe sei, der einst mit Friedrich Mergel entflohen.“ (S. 20, Z. 33). Erst nach Friedrichs Tod gelangt Johannes wieder zu seiner eigenen Identität, nämlich als die Dorfbewohner Friedrich identifizieren konnten: „sagt es nur allen Leuten: der da", er deutete auf den Toten "; war Friedrich Mergel." (S. 23, Z. 49). Einzig in diesem Zeitraum tritt Johannes aus seiner Schattenposition hervor und bildet scheinweiße einen zum ersten Mal eigenen Charakter und wird von den Dorfbewohnern wahrgenommen. |